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Ratenzahlung
an einen "Toten"... |

Ein Bürger der
Landeshauptstadt München hat seinerzeit über
30.000.-- DM an Erschließungsbeitragskosten zahlen müssen.
Der Bürger war ein an sich wohlhabender Landwirt mit großen
Grundstücken im
Nordosten von München.
Er war also kein armer Mann, sondern er konnte diese doch recht hohe
Summe
nicht in einer Summe bezahlen, sondern halt nur in
bequemen Raten.
Das war ja
grundsätzlich möglich.
Dieser seinerzeit etwa 60 jährige "Schuldner" kam an einem Freitag zu
mir in
mein Dienstbüro und trug seinen Ratenzahlungsantrag wie üblich bei mir
mündlich vor.
Ich sagte ihm, dass solche gewünschte Ratenzahlungen möglich sind, aber
er müsse mir halt noch Unterlagen bringen, damit ich sehen kann, dass
seine derzeitige wirtschaftliche Lage angespannt sei und diese dann eine
solche Ratenzahlung rechtfertige. Der Antrag müsse auch schriftlich
erfolgen.
Die Abgabenordnung schreibe dies nun mal vor.
Als neuen Termin habe ich mit ihm also den nächsten drauffolgenden
Montag Vormittag vorgeschlagen, wieder bei mir im Büro. Er stimmte zu.
Der darauf folgende Montag kam aber der "Schuldner" kam nicht. Naja,
vielleicht wollte er seine wirtschaftlichen Verhältnisse mir nicht
preisgeben und hat das nötige Geld
irgendwie
aufgebracht.
Oh, nein, am fraglichen Montag am Nachmittag hat mich seine Frau
angerufen und ganz aufgeregt gesagt, dass ihr Mann am Sonntag ganz
plötzlich an Herzversagen verstorben sei.
Seine Beerdigung wäre am Mittwoch.
Oha... oha... am Freitag war er noch bei mir und am Sonntag schon tot.
Das kann es doch fast nicht geben. Ja, doch......
Ich hab der armen Frau, mein Beileid ausgedrückt und ihr dann
versprochen,
dass ich ihr die gewünschte Ratenzahlung,
ohne jegliche Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse, gewähren werde.
Sie hat sich
darüber sehr gefreut.
So auch geschehen. Bis 100.000 DM hatte ich die Zeichnungsbefugnis,
brauchte also keinen Vorgesetzten dazu.
Die Stadt München ist also zu ihrem Geld gekommen
wenn auch in mehreren Raten.
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Wie ist das möglich, dass Jemand so schnell stirbt?
Hat er sich vielleicht so aufgeregt, weil er mir seine
wirtschaftlichen Verhältnisse aufzeigen musste?
Ich denke das war sein Schicksal!
Ich habe aber seinerzeit eine unbürokratische gute Tat getan! |

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